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Lesen in der Bibel

Leseverzeichnis:

  1. 1. Lesung

  2. Psalm

  3. 2. Lesung

  4. Evangelium

  5. Kommentar

 

 

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EVANGELIUM TAG FUER TAG
  1. Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, du Würmlein Israel! Ich selber werde dir helfen - Spruch des Herrn. Der Heilige Israels löst dich aus. Zu einem Dreschschlitten mache ich dich, zu einem neuen Schlitten mit vielen Schneiden. Berge wirst du dreschen und sie zermalmen, und Hügel machst du zu Spreu. Du worfelst sie, und es verweht sie der Wind, es zerstreut sie der Sturm. Du aber jubelst über den Herrn, du rühmst dich des Heiligen Israels. Die Elenden und Armen suchen Wasser, doch es ist keines da; ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der Herr, will sie erhören, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht. Auf den kahlen Hügeln lasse ich Ströme hervorbrechen und Quellen inmitten der Täler. Ich mache die Wüste zum Teich und das ausgetrocknete Land zur Oase. In der Wüste pflanze ich Zedern, Akazien, Ölbäume und Myrten. In der Steppe setze ich Zypressen, Platanen und auch Eschen. Dann werden alle sehen und erkennen, begreifen und verstehen, dass die Hand des Herrn das alles gemacht hat, dass der Heilige Israels es erschaffen hat.
  2. Ich will dich rühmen, mein Gott und König, und deinen Namen preisen immer und ewig; Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. Danken sollen dir, Herr, all deine Werke und deine Frommen dich preisen. Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, sollen sprechen von deiner Macht. Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden und den herrlichen Glanz deines Königtums. Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht. Der Herr ist treu in all seinen Worten, voll Huld in all seinen Taten.
  3. Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz über diese Dinge geweissagt. Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. Wer Ohren hat, der höre!
  4. „Ein Mann rang mit Jakob, bis die Morgenröte aufstieg […], und Jakob sprach zu ihm: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest“ (vgl. Gen 32,25.27). Für euch, meine Brüder, die ihr den Himmel erstürmen wollt und den Kampf aufgenommen habt mit dem Engel, der den Zugang zum Baum des Lebens bewachen sollte (vgl. Gen 3,24): Für euch ist es absolut notwendig, ausdauernd und hartnäckig zu kämpfen […], nicht nur, bis euer Hüftgelenk sich ausrenkt […], sondern bis zum Tod eures fleischlichen Seins. Das kann eurer Askese aber nur gelingen, wenn die Kraft Gottes euch berührt und euch diese Gnade gewährt […]. Hast du nicht den Eindruck, als würdest du mit dem Engel oder vielmehr mit Gott selbst kämpfen, wenn er sich tagtäglich deinen glühendsten Wünschen in den Weg stellt? […] Du schreist zu ihm, und er hört dich nicht. Du willst dich ihm nahen, und er weist dich zurück. Du triffst eine Entscheidung, und er lässt zu, dass das Gegenteil geschieht. So bekämpft er dich auf nahezu allen Ebenen in roher Manier. – O du verborgene Güte, mit Härte verkleidet, mit welcher Zärtlichkeit, Herr, bekämpfst du die, für die du kämpfst! Vergeblich „verbirgst du dies in deinem Herzen“: Ich weiß sehr wohl, dass du „alle liebst, die dich lieben“, und dass die Güte „die du bereithältst für alle, die dich fürchten“, grenzenlos ist (Ijob 10,13; vgl. Spr 8,17; Ps 31(30),20). Verzweifle also nicht, Bruder! Der du angetreten bist, mit Gott zu kämpfen, geh’ es mutig an! In Wirklichkeit hat er es gern, wenn du ihm Gewalt antust; er verlangt danach, dass du ihn besiegst. Selbst wenn er zürnt und den Arm erhebt, um zuzuschlagen, sucht er, wie er selbst sagt, einen Mann wie Mose, der ihm die Stirn zu bieten weiß. […] Jeremia versuchte zwar, ihm zu widerstehen, konnte aber seinen unerbittlichen Zorn und sein unbeugsames Urteil nicht zurückhalten. Daher brach er in Tränen aus und rief: „Herr, du hast mich gepackt und überwältigt“ (vgl. Jer 20,7).