SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Wie sehr sehnen sich viele danach, es möge doch wieder so sein wie vor der Pandemie. Plötzlich ist das Wort „Normalität“ zum Sehnsuchtsbegriff geworden, der fast alles zu erfüllen scheint, was wir seit eineinhalb Jahren vermissen. Was aber darunter zu verstehen ist, unter „normal“, da gehen die Meinungen doch erheblich auseinander. Viele mussten vieles ändern und vieles hat sich für sie verändert. Aber möchten wir tatsächlich wieder zu allem zurück, zu dem, was uns bisher normal und vertraut war? Gemeinsinn geht vor Eigensinn

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

sich wieder unbeschwert treffen können, sich umarmen, feiern – klar, das hat schon was. Raus aus der Einsamkeit und etwas miteinander unternehmen. Lokale, Theater, Kino und Reisen; Kurzarbeit ad acta und wieder offene Geschäfte zum Einkaufen und Arbeiten. Kunst und Kultur atmen auf.

Aber haben wir das vorher auch so gesehen und wertgeschätzt? Ist uns nicht manches erst im Verlust als Wert er- schienen? Und bei anderem hat sich herausgestellt, dass eine Videokonferenz durchaus einmal eine lange Dienstreise erset- zen kann. Natürlich sehnen wir uns auch in unseren Gottesdiensten zurück nach einer Normalität – ohne Abstände, ohne Mundschutz, ohne Angst, sich beim Singen anzustecken, ohne Namenserfassung, dafür mit Weihwasser und Friedensgruß ...

Bis wann das wieder möglich ist, kann aktuell keiner sagen. Wir als Gemeinde, aber auch jede und jeder einzelne in seinem Alltag und in seinem Umfeld ist gefordert, in dieser durch die Pandemie veränderten Welt zurechtzukommen. Ich denke da an unsere Kinder und Jugendlichen in der Schule, für die der Präsenzunterricht nach wie vor mit hohen Hürden verbunden ist. Ich denke da an das Personal in unseren Krankenhäusern, das sich im Corona-Dauerstress befindet. Ich denke da an viele unserer älteren Mitmenschen, denen es schwer fällt, sich in dieser pandemiebedingten neuen Welt zurechtzufinden.

Zurechtfinden oder zurechtkommen ... Aber braucht es nicht mehr? Ist es nicht an der Zeit, diese neue Realität – ein Leben mit dem Corona-Virus oder weiteren Varianten davon - aktiv zu gestalten, vor allem hin zu einer solidarischen und sozial gerechten Gesellschaft?

Mit der Kampagne „Neue Normalität gestalten: #DasMachenWirGemeinsam“ positioniert sich die Caritas, auch und gerade im Vorfeld der Bundestagswahl zu aktuellen Fragen in unserer Gesellschaft. Die Kampagne fokussiert sich dabei auf drei sozialpolitische Themen: gute Pflege, soziale Absicherung und Daseinsvorsorge sowie sozial gerechter Klimaschutz.

Eine Forderung, die der Caritas-Verband auch plakativ umgesetzt hat (siehe unser Titelbild), heißt, dass niemand sozial abstürzen darf. Haben wir doch bei aller Mühe der Politik, die Folgen der Pandemie abzufedern, erleben müssen, wie sehr gerade Menschen betroffen waren, die ohnehin nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen: Geringverdienende und Kinder in prekären Wohnverhältnissen. Rettungsschirme im Großen wie im Kleinen können helfen, unterstützen und begleiten. Gemeinsinn geht vor Eigensinn – vielleicht auch etwas, was von neuem normal werden sollte!

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

miteinander sind wir in unserem Land trotz allem eigentlich gut durch die Krise gekommen. Das, was jetzt kommt, gilt es zu gestalten, so dass wieder normal wird, was wir neu gelernt haben beziehungsweise neu zu lernen beginnen. Nicht das, was vorher war, gilt es zu reaktivieren, sondern unser aller Einsatz zielt hoffentlich darauf, mit einer neuen Normalität gut zu leben! Gutes Leben für alle! „Das machen wir gemeinsam“ – nicht nur am Caritas-Sonntag, sondern auch am Montag danach und am Dienstag und am Mittwoch ...

Pfr. Stefan Werner


MEDIZINISCHE MASKEN SIND IM GOTTESDIENST PFLICHT

adobestock 330257860 bearbeitetNeben den bisher schon geltenden Maßgaben zur Feier von Präsenzgottesdiensten tritt nun die Pflicht, dass alle Personen im Gottesdienst einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Als „medizinische Maske" gelten sogenannte OP-Masken (Einwegmasken) und Masken der Standards KN95/N95 und FFP2.

Alle aktuelle Corona-Maßnahmen findet ihr in unserem Dossier: https://www.drs.de/dossiers/corona.html 

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Evangelium Tag für Tag

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Leseverzeichnis:

Leseabschnitte für jeden Tag gemäß dem aktuellen Lesejahr
(Markus-Lesejahr / B)

Grafik Waldsee BuntST. PETER

Bad Waldsee mit seinen über 20.000 Einwohnern ist geprägt durch seine einzigartige Lage zwischen zwei Seen, dem Schlosssee und dem Stadtsee. 926 wurde es erstmals urkundlich erwähnt als „Walchsee“ - „See der Walchen“. Heute gehören zu Bad Waldsee u.a. der Teilort Mittelurbach, Volkertshaus, Steinach, Haslanden, Steinenberg, Mattenhaus, Hittelkofen ... mehr

ST. PETER & PAUL

Reute ist seit 1971 ein Ortsteil der Stadt Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg. Seit 2014 sind die Teilorte Reute und Gaisbeuren fusioniert. Heute zählt der Ort Reute-Gaisbeuren rund 4300 Einwohner. Zu Reute-Gaisbeuren gehören auch die Wohnplätze Durlesbach, Greut, Magenhaus, Obermöllenbronn, Stadel, Tobel, Untermöllenbronn. Ankenreute, Arisheim, Atzenreute, Dinnenried, Enzisreute, Haldensäge, Haldenhof und Kümmerazhofen. mehr...

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ST. JOHANNES EVANGELIST

Michelwinnaden ist mit seinen ca. 650 Einwohnern der kleinste Teilort der Stadt Bad Waldsee. Seit dem Jahr 1974 ist Michelwinnaden durch einen Eingliederungsvertrag Ortsteil der Stadt Bad Waldsee. Zur Ortschaft gehören auch die Weiler Michelberg und Lenatweiler ...mehr

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ST. JOHANNES BAPTIST

Haisterkirch, das 1832 - 1974 auch politisch eine selbständige Gemeinde war und seit 1975 zur Kurstadt Bad Waldsee gehört, liegt am Haisterbach. Zu Haisterkirch gehören u.a. die Wohnplätze Osterhofen, Ehrensberg, Graben, Hittelkofen, Hittisweiler, Bäuerle ...mehr