St. Peter - Bad Waldsee
Die Pfarrkirche St. Peter ist wie kein anderes Gebäude stadtbildprägend.
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Mehr erfahrenLiebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,
in den nächsten Tagen begehen wir einige festliche Gottesdienste zu Ehren von Heiligen: Am 3. November ist der Gedenktag des heiligen Hubertus. Der Legende nach lebte er im 7. Jahrhundert und war in seiner Jugend ein leidenschaftlicher, aber rücksichtsloser Jäger. Als er am Karfreitag auf der Jagd einen prächtigen Hirsch in die Enge trieb, blieb das Tier plötzlich stehen. Zwischen den Geweihstangen des Hirsches entdeckte Hubertus ein leuchtendes Kruzifix. Und er vernahm eine Stimme, die ihn fragte: „Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich.“ Tief erschüttert fiel Hubertus auf die Knie, entsagte seinem bisherigen ausschweifenden Leben, gab die Jagd auf und wandte sich der Kirche zu. Später wurde er Bischof von Maastricht und Lüttich. So weit die Legende. Als historische Person verbirgt sich hinter dem heiligen Hubertus ein Bischof von Maastricht und Lüttich mit einem weit weniger spektakulären Lebenslauf. Als Patron der Jäger wird er von ihnen auch heute noch mit einer Hubertusmesse mit Parforcebläser, bei uns am 8. November in St. Peter, in Ehren gehalten.
Ebenfalls am Sonntag, 8. November feiern wir in Gaisbeuren das Leonhardsfest mit Leonhardsritt zu Ehren des heiligen Leonard. Sein Gedenktag ist der 6. November, bereits an diesem Tag erinnern wir mit einem Gottesdienst an ihn. Leonhard soll als Kind einer fränkischen Adelsfamilie in Orléans geboren und von Bischof Remigius von Reims getauft worden sein. Er wurde Einsiedler und lebte in einer Zelle in einem Wald nahe Limoges. Eigentlich sollte er Bischof werden und ein Bistum leiten. Doch weil er sich von dieser Aufgabe überfordert fühlte, blieb Leonhard ein einfacher Diakon, ein Diener Gottes im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Hilfesuchende kamen zu ihm, er predigte und heilte. Besonders um die Gefangenen kümmerte er sich. Leonhard konnte für viele beim König ihre Freilassung erwirken. Manchmal riefen Gefangene auch nur seinen Namen an und schon fielen die Fesseln ab. Diese Ketten wurde später als Viehketten gedeutet, weswegen Leonhard zum großen Vieh- und Bauernpatron wurde. In einem Waldstück errichtete er ein Kloster – die Gemeinschaft von Noblat, die er bis zu seinem Tod leitete.
Den letzten Heiligen werden sie mit Sicherheit alle gut kennen – der heilige Martin. Schon von Kindesbeinen an hören wir immer wieder die Legende von Sankt Martin, wie er als Soldat am Stadttor seinen Mantel teilte, um damit einem frierenden Bettler zu helfen, ihm daraufhin im Traum Jesus erschien, der mit der Mantelhälfte bekleidet ist, die Martin dem armen Bettler geschenkt hatte. Nach diesem Erlebnis ließ sich Martin taufen und verließ den Militärdienst, um als Mönch und später als Einsiedler zu leben. Um nicht zum Bischof von Tours geweiht zu werden, versteckte er sich vor den Menschen in einem Gänsestall. Das laute Schnattern der Gänse verriet jedoch sein Versteck, weshalb er doch noch Bischof wurde. Sein Gedenktag ist der 11. November. In den Tagen um dieses Datum feiern unsere Kindergärten mit Martinsumzügen diesen Heiligen.
Rufen wir uns immer wieder in Erinnerung, dass Heilige uns Vorbilder im Glauben sind. Orientieren auch wir uns im Leben am Evangelium und an der Nächstenliebe.

Kathrin Bohnenberger
Gemeindereferentin
Bilder: factum.adp / In: Pfarrbriefservice.de
SAMSTAG 05.12.2026 / AB 17:00 UHR MÖGLICH / KIRCHENGEMEINDE ST. PETER - ANMELDUNG BIS SPÄTESTENS…